Von Zargen und Krappen – Zu Gast in der Goldschmiede Josefine
„In der neuen Folge ist Katharina auf den Spuren ihres eigenen Handwerks unterwegs und besucht die Goldschmiede Josefine mitten in Berlin. Inhaberin Josefine Dietz erzählt von dem Weg zum eigenen Laden und vor welchen Herausforderungen das Goldschmiede-Handwerk steht. In der Episode wird gehämmert, gefeilt und poliert.“
Episode in voller Länge anhören
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Überall gehen Klänge und Geräusche verloren. Das gilt auch für viele traditionelle Handwerksberufe. Mit unserer Podcast-Miniserie „The Sound of Handwerk“ machen wir diese Berufe wieder hörbar. Der Podcast schafft eine Plattform, um besondere Berufe wie die des Orgelbauers oder des Blattgoldschlägers vorzustellen.
Die Miniserie zeigt, wie traditionellen Handwerksbetrieben der Sprung ins moderne Zeitalter gelingt und wie sie dabei auf nachhaltige Weise Werte schaffen. Wir begleiten die Handwerker*innen in ihrem beruflichen Umfeld und kommen mit ihnen ins Gespräch. Untermalt werden diese Geschichten durch typische Klangkulissen und Geräusche. Ob rhythmisches Hämmern oder meditatives Schleifen: Die Hörer*innen bekommen das Gefühl, sie seien selbst vor Ort. Unser Podcast macht klar: traditionelle Handwerkstechniken – wozu auch ihre typischen Klänge und Geräusche gehören – sind Teil des immateriellen Kulturerbes und damit schützenswert.
Begeben Sie sich auf eine akustische Zeitreise mit uns.
Eine inspirierende Reise von der Idee zum Schmuckstück
In unserer Goldschmiede in Berlin legen wir großen Wert auf echtes Handwerk. Um neue Perspektiven für die Herstellung von Schmuck zu gewinnen, haben wir unsere beiden Auszubildenden Lilian und Luca auf eine Kreativitäts-Challenge geschickt.
Ihr Ziel: Das Bröhan-Museum in Berlin, um sich vom historischen Jugendstil inspirieren zu lassen und anschließend am eigenen Werktisch neue Entwürfe umzusetzen. Den gesamten Weg haben wir in zwei Videos dokumentiert – vom Museumsbesuch über die handgezeichneten Skizzen bis hin zur Fertigung der Schmuckstücke.
Ein kleiner Einblick in die spannende Reise von der Inspiration über den Entwurf bis zum vollendeten Schmuckstück.
Das Bröhan-Museum: Eine Quelle der Inspiration für das Goldschmiede-Handwerk
Das Bröhan-Museum im Berliner Ortsteil Charlottenburg ist ein Landesmuseum für Jugendstil, Art déco und Funktionalismus. Es trägt den Namen des Unternehmers und Kunstsammlers Karl H. Bröhan, der seine umfangreiche Privatsammlung anlässlich seines 60. Geburtstags dem Land Berlin schenkte. Die Ausstellungen zeigen auf eindrucksvolle Weise, wie Kunst, Design und Handwerk in der Zeit zwischen 1889 und 1939 ineinandergriffen. Für angehende Goldschmiedinnen ist dieser Ort ideal, um sich mit historischen Techniken und Formen auseinanderzusetzen und Ideen für eigene Entwürfe zu sammeln.
Warum Jugendstil? Merkmale und Auswirkungen auf unsere Welt
Der Jugendstil, der von den 1880er Jahren bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs in ganz Europa florierte, war nicht nur eine Kunstrichtung, sondern ein ganzheitliches Konzept. Er entstand als direkte Reaktion auf die zunehmende Industrialisierung und die massenhafte Produktion von maschineller, oft mit Verzierungen überladener Ware. Die Künstler und Handwerker dieser Zeit wollten sich von der Billigproduktion abwenden und setzten stattdessen auf handwerkliche Qualität und eine „totale Ästhetik“, die alltägliche Gegenstände in Kunstwerke verwandeln sollte.
Charakteristisch für den Jugendstil sind fließende Linien, asymmetrische Geometrien und florale oder organische Ornamente, die sich an der Natur orientieren. Die Auswirkungen dieser Epoche sind bis heute spürbar: Die Rückbesinnung auf Handwerkskunst, lokale Identität und langlebige Qualität spiegelt genau die Werte wider, nach denen wir im Atelier arbeiten. Auch wir schaffen bewusst Alternativen zur Massenware, indem wir jedes Stück von Hand fertigen und Schmuck schaffen, der bleibt.
Die Ergebnisse der Challenge: Von der Skizze zum fertigen Schmuck
Die Inspirationen aus dem Museum haben die beiden Auszubildenden direkt an den Werktisch mitgenommen, um ihre Ideen direkt handwerklich umzusetzen. Mit gezielten Handgriffen werden aus rohem Material feine Schmuckstücke mit Persönlichkeit.
Lilian und ihr Jugendstil-Collier
Lilian ist seit 2024 Auszubildende bei uns. Sie war schon als Kind von allem begeistert, was funkelt, und fertigte früh eigenen Schmuck aus Draht und Perlen. Durch ihren Vater, der Geigenbauer ist, wuchs sie mit handwerklichen Prozessen auf und entwickelte ein feines Gespür für die Arbeit mit den Händen. Ihr Schmuckstil ist klar und maximalistisch, ihr Lieblingsedelstein der Rubin. Sie bringt viel Leidenschaft für Design und einen scharfen Blick für Funktionalität mit in das Atelier.
Für die Challenge entwarf Lilian ein Collier aus 925er Silber. Sie griff die fließenden Formen des Jugendstils auf und übersetzte sie in ein klares Design, das den Fokus ganz auf die solide handwerkliche Ausarbeitung am Werktisch legt.
„Besonders die großen, geschwungenen Dekorationen an den Möbelstücken haben mich beeindruckt. Darum habe ich diese aufgegriffen und aus ihnen einen Anhänger ohne Edelsteine gefertigt, um die besonderen Linien und Schwünge für sich stehen zu lassen.“
– Lilian
Handwerk im Detail: Schau Lilian im Video über die Schulter, wie sie aus ihrer handgezeichneten Skizze aus dem Bröhan Museum am Werktisch das Collier fertigt. Du siehst genau, wie das Silber gesägt, bearbeitet und schließlich sorgfältig poliert wird, bis die fließenden Formen des Jugendstils klar hervortreten.
Luca und ihre Opal-Ohrringe im Jugendstil
Luca, ebenfalls seit 2024 Auszubildende bei uns, war schon immer kreativ – ob beim Zeichnen, Schnitzen oder Makramee. Nach dem Abitur begann sie zunächst ein Studium, merkte aber schnell, dass ihr die praktische Arbeit mit den Händen fehlte. Über ihren Opa, der Hobbygoldschmied ist, kam sie erstmals mit dem Goldschmieden in Kontakt und wusste sofort, dass sie genau das machen möchte. Ihr Stil ist organisch und geometrisch, ihr Lieblingsstein der Indigolith.
Luca wählte für ihr Projekt ebenfalls 925 Sterlingsilber und fertigte daraus ein Paar ganz besondere Ohrringe, die sie mit Opalen fasste. Die organischen Formen des Jugendstils bieten den passenden Rahmen für das besondere Farbenspiel der Steine.
„Meine Wahl ist auf den Opal als Edelstein gefallen, weil er viel und gern im Jugendstil genutzt wurde. Sein besonderes, sich im Licht immer änderndens Funkeln, machte ihm für die Künstler des Jugendstils und auch für mich so spannend.“
– Luca
Handwerk im Detail: Begleite Luca bei der Arbeit. Im Video zeigen wir Dir, wie sie die geometrischen und organischen Linien der Ohrringe aus dem Sterlingsilber von Hand herausarbeitet und am Ende die Opale sicher und präzise in ihren Fassungen sitzen.
Ausbildung von neuen Talenten: Die Verantwortung der Goldschmiede Josefine
Wir glauben fest daran, dass Wissen weitergegeben werden muss, damit es lebendig bleibt. Die Ausbildung von neuen Talenten ist ein wesentlicher Teil unserer Philosophie und gehört zur Verantwortung der Goldschmiede Josefine.
Echtes Handwerk vor Ort bedeutet für uns auch, jungen Menschen wie Lilian und Luca den Raum für Entwicklung zu geben. Wenn sie lernen, wie Schmuck dauerhaft und solide gefertigt wird, sichern sie die Zukunft unseres Berufs.
Es fasziniert uns immer wieder, wie viel Inspiration wir aus früheren Epochen wie dem Jugendstil schöpfen können. Diese Verbindung aus traditioneller Technik und neuen Ideen macht die Arbeit am Werktisch so wertvoll für uns.
Direkt verliebt?
Dir gefallen die Stücke von Luca und Lilian so gut, dass Du sie selbst tragen möchtest? Das ist Deine Chance: Das Collier und die Ohrringe aus den Videos fertigen wir für Dich individuell auf Anfrage an. Schreib uns eine Nachricht und wir besprechen gemeinsam die Details.
Lass uns über Deine Ideen sprechen
Hast Du vielleicht selbst ein Schmuckstück im Kopf oder liegt in Deiner Schublade ein Erbstück, das auf eine Umarbeitung wartet? Bei uns im offenen Atelier am Rüdesheimer Platz in Berlin-Wilmersdorf nehmen wir uns gerne Zeit für Dich.
Bring Deine Ideen oder einfach nur ein erstes Gefühl mit. Wir hören Dir zu und entwickeln daraus gemeinsam Dein neues Lieblingsstück, das wir anschließend direkt hier am eigenen Werktisch für Dich anfertigen.
Sie haben Fragen oder ein bestimmtes Anliegen rund um das Thema Schmuck? Wir sind gerne für Sie persönlich da und zu unseren Geschäftszeiten selbstverständlich auch telefonisch oder per E-Mail erreichbar.
Wir beraten und leiten Ihren Schmuckwunsch persönlich von Anfang an bis zum vollendeten Schmuckstück. Eine große Auswahl verschiedenster Perlen, Edelsteine und Edelsteinstränge, aber auch unsere fertigen Schmuckstücke vor Ort, geben viele Anreize und Inspirationen.
Wir bieten unseren Kunden ebenfalls Umarbeitungen und Upcycling von Schmuck aus Gold, Weißgold, Silber und Edelsteinen an. Die Gründe für die Änderung eines Schmuckstücks sind ganz verschieden – das Ergebnis jedoch immer ein ganz besonderes Einzelstück.
Wir sind noch einer der wenigen Betriebe, die selbst Reparaturen und Restaurierungen von Schmuckstücken durchführen, da Josefine dies selbst während ihrer Ausbildung erlernt hat, und über die Jahre durch ihre Erfahrung, Kompetenzen und die ihrer Mitarbeiter auch hier immer weiter ausbauen konnte.
Ganz gleich ob Trauringe, Partnerringe, Verlobungs- oder Freundschaftsringe, zu jeder Anfertigung gehört eine ausführliche Beratung zu dem idealen Material, Form, Oberfläche, Gravur und Edelstein.
Bitte beachten Sie, dass Sie für einfache Reparaturen oder normale Ringweitenänderungen keinen Termin benötigen und einfach zu unseren Öffnungszeiten vorbeikommen können.
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